Mittwoch, 28. Juni 2017

Zwischen Nadel und Garn - Interview mit Fredi von Seemansgarn

Auf ihrem Blog "Seemansgarn – Handmade" teilt die 22 jährige Sprachstudentin Frederike Matthäus regelmäßig ihre kreativen Ideen und Werke mit der ganzen Welt. Über ihre Leidenschaft zum Nähen und ihre Lieblingsplätze in Jena sprachen wir im Interview (Das Interview wurde im BLITZ! Magazin Erfurt, Jena, Weimar  Ausgabe 06/2017  15.Juni - 15. Juli 2017 veröffentlicht). 


 Bild: Frederike Matthäus

BLITZ!: Hallo Frederike! Erzähl uns doch mal, wann hast Du mit dem Bloggen angefangen und worüber bloggst Du? 

Fredi: Ich habe vor fast vier Jahren angefangen zu bloggen. Damals noch ganz unregelmäßig und um es einfach mal auszuprobieren und hätte mir auch niemals vorstellen können, dass ich so lange durchhalte.
Ich schreibe hauptsächlich über nähbezogene Themen. Also über Kleidung oder Taschen, die ich für mich genäht habe, ich schreibe Anleitungen für Taschen und Schnittmuster, aber auch über die Nähszene in Deutschland und weltweit. Es gibt da so viel zu entdecken, dass ich meinen Lesern gerne von interessanten Blogs oder Labels erzähle. Manchmal zeige ich auch Illustrationen und Zeichnungen, die ich angefertigt habe.

BLITZ!: Dein Blog trägt den besonderen Namen „Seemansgarn“. Hast Du einen bestimmten Bezug dazu oder ist dir das Wort einfach so in den Sinn gekommen?  

Fredi: Seemannsgarn bedeutet für mich die perfekte Verbindung von den Dingen, für die mein Blog stehen soll. Ich liebe alles, was mit dem Meer zu tun hat; Anker, Schiffe, Maritimes und die Nordsee. Das in Verbindung mit 'Garn' steht also für Selbsgenähtes, gerne mit Maritimem verknüpft. Und Seemannsgarn handmade verkörpert das einfach alles zusammen und hebt sich, wie ich finde, auch von anderen Blognamen in der Nähszene ab. 

BLITZ!: Beim ersten Blick auf deinen Blog findet man, wie bereits erwähnt, zahlreiche Nähanleitungen und auch einige Freebies wie z.B. einen Nähplaner. 
Wie bist Du zum Nähen und Illustrieren gekommen und kannst Du Dir vorstellen diese zwei Hobbys zu deinem Beruf zu machen?

Ich habe ca. mit 15 Jahren angefangen, mit der Nähmaschine meiner Mutter kleine Täschchen zu nähen. Mit Anleitungen aus dem Internet habe ich mir peu à peu immer mehr beigebracht. 2 Jahre später wünschte ich mir dann eine eigene Maschine zum Geburtstag und bin seitdem einfach nicht mehr vom Nähen losgekommen. Es hat sich ziemlich schnell eine regelrechte Nähsucht eingestellt und ich wollte immer mehr dazulernen, neue Techniken ausprobieren und meine eignen Kleidungsstücke kreieren.
Das Illustrieren und Zeichnen hingegen begleitet mich schon mein ganzes Leben, da ich immer gerne gezeichnet habe und nun meinen Blog und die sozialen Netzwerke auch dafür eine Plattform bieten, um meine Werke zu teilen und Feedback zu bekommen.

Bevor ich mit dem Studieren angefangen habe, konnte ich mir nie vorstellen, meine kreativen Hobbys zum Beruf zu machen. Ich hatte immer die Sorge, dass es mir dadurch weniger Spaß machen könnte. Mittlerweile bin ich nicht mehr so abgeneigt von dem Gedanken.


BLITZ!: An welchen Nähprojekten arbeitest Du momentan? 

Zur Zeit arbeite ich viel an Basicteilen für meinen Kleiderschrank. Ich möchte mehr Kleidungsstücke nähen, die ich mit möglichst vielem anderen kombinieren kann. Daher plane ich eine Hose und habe eine schlichte Jeansjacke genäht. Mit solchen Kleidungsstücken verhindere ich, dass ich nur Einzelstücke im Schrank habe, die ich mit nichts anderem zusammen anziehen kann

BLITZ!: Hast Du ein selbst genähtes Lieblingsstück, ohne dass du gar nicht mehr leben möchtest?

Ich habe immer wieder wechselnde Lieblingsstücke, da kann ich mich kaum festlegen. Ich mag aber besonders gerne ein schlicht geschnittenes gestreiftes T-Shirt. Solche Sachen machen Spaß, da ich sie zu vielen Gelegenheiten anziehen kann und sie trotz wenig Aufwand etwas hermachen.


BLITZ!: Wieso lebst Du gerne in Jena und was sind deine Lieblingsplätze? 

Für mich hat Jena genau die richtige Größe. Es erinnert mich zum einen an meine Heimatstadt, da es eine kleine überschaubare Innenstadt gibt und man die meisten Orte in Jena zu Fuß oder mit dem Rad problemlos erreichen kann. Außerdem hat man um Jena herum tolle Ausflugsmöglichkeiten (die ich eigentlich deutlich öfter nutzen müsste) und der Paradiespark ist toll zum Sport machen oder wenn man mal etwas Grün vor der Nase braucht. Meine eigentlichen Lieblingsplätze sind aber natürlich die Stoffläden in Jena!

BLITZ!: Kannst Du uns noch weitere Blogs aus aus Thüringen empfehlen? 

Ich mag die beiden Nähblogs von Vivien (Eleonore Creative http://eleonore-creative.de/) und Sindy (Mein gewisses Etwas http://www.meingewissesetwas.de/), die ich beide auch schon persönlich kennenlernen konnte. Es ist immer toll, wenn man Menschen mit der gleichen Leidenschaft trifft. 

Kommentare:

  1. Ein tolles Interview! Ich werde mir ihren Blog gleich mal ansehen. :)

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    1. Dankeschön! Er wird dir sicherlich gefallen. :)

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