Sonntag, 25. Oktober 2015

Achtsamkeit, und wieso mein Leben nicht von einer Klausur abhängig ist


Ich stehe auf, denke „Heute wird ein guter Tag“, frühstücke und setzte mich an meinen Schreibtisch zum Lernen. Noch drei Tage dann beginnt die Schule wieder. Noch zwei Tage dann  beginnt die Schule. Noch ein Tag.

Irgendwie kam mir die letzte Ferienwoche eher wie die erste Schulwoche nach den Ferien vor. Ich habe gelernt, eine kurze Pause gemacht und wieder gelernt. Jedenfalls habe ich beschlossen mich zur Abwechslung mal mit 2 Freunden zu treffen. Gesagt, getan. Recht schnell kamen wir dann wiederum auf das Thema Schule. „Habt ihr schon Chemie gelernt, das ist Unmengen viel zu lernen.“, sagte ich. „Nein, aber vielleicht sollte ich irgendwann mal anfangen.“ Puh, dachte ich mir nur, wie kann man nur so gelassen sein?


Ja, und so hat dann alles begonnen. Ich habe mich täglich gefragt „Wie machen es die anderen, spät lernen, seine Freizeit genießen und trotzdem in der Klausur ein gutes Ergebnis abzuliefern. Ich war schließlich soweit das ich ein bisschen Physik konnte, meine Deutsch Aufgaben erledigt hatte und Chemie, ja von Chemie und Quantenzahlen wollte ich eigentlich auch nichts mehr wissen. Ich stelle mir eigentlich täglich die Frage wieso man in der Schule etwas auf Druck auswendig lernt, was man (zumindest ich) nach ca. einem Tag wieder vergesse. Diese Frage stelle ich mir eigentlich immer noch.


Irgendwie überquillt mein Kopf momentan mit Fragen und Gedanken. Eine Pause ist meist die Lösung, jedoch eher eine Überbrückungslösung. Eine Pause tut zwar gut, löst jedoch nicht mein Problem. 


Schlussendlich habe ich doch eine kleine Lösung gefunden: Achtsamkeit und Gelassenheit. Das hört sich jetzt vielleicht für einige sehr banal an, aber Achtsamkeit hilft mir unheimlich mich zu beruhigen und zu sagen „Es ist okay wenn ich in der Chemie Klausur nicht so gut bin und es ist vollkommen okay an meinen Ferientagen auch mal nichts zu tun.“  Denn ich bin ein ziemlicher Perfektionist mit kleinen Fehlern. Ich bin organisiert und strukturiert, aber eben mehr der praktische Typ. Chemie ist nichts für mich, Zahlen drücken für mich nicht so viel aus wie Worte und sind daher recht unpraktisch. Statt zu lernen gehe ich lieber raus und suche mir für andere Projekte Inspirationen. Und das ist okay, denn ich bin achtsam in dem was ich tue. Ich genieße einen kleinen Spaziergang, der für so manche als unwichtig erscheint und ich probiere meine eigenen Gedanken nicht ganz so ernst zu nehmen. Denn ich weiß, dass mein Leben nicht von einer Chemie Klausur abhängig ist und dass ich so viele Dinge mehr kann.


Ich wünsche euch einen wundervollen Sonntag. Und denkt dran die Chemie oder auch der lästige Hausputz läuft nicht davon, das schöne Wetter und die Zeit mit tollen Menschen aber vielleicht schon. 

Kommentare:

  1. Ohje, ich weiß, wie du dich fühlst, für mich geht morgen auch wieder die Schule los, aber ich hab zum Glück erstmal Projektwoche.
    P.S. Bei mir läuft zur Zeit ein großes Gewinnsiel (http://gocarpethatdiem.blogspot.de/2015/10/biomed-verlosung.html) vielleicht willst du ja mitmachen.
    LG Susie
    Hier geht’s zu meinem Blog, würde mich total freuen, wenn du mal vorbei schaust

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    1. Oh, das mit der Projektwoche hört sich ziemlich toll an. Ich bin ziemlich froh die Woche hinter mir zu haben. :) ♥

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  2. Hallo Marlene! :-)

    Ich kann dich nur allzu gut verstehen. Mir geht es wirklich ganz genauso wie dir. Gerade in den Ferien packt mich oftmals die Panik, mehr für die Schule tun zu müssen, diese freie Zeit sinnvoll zu nutzen, damit es nach Schulanfang nicht ganz so stressig wird. Und wenn ich mir dann den ganzen Stoff, den es zu lernen gibt (in meinem Fall nicht Chemie, sondern Biologie), anschaue, setze ich mich nur noch mehr unter Druck. Denn eigentlich hätte man ja Zeit, nicht wahr?
    Doch wie du bereits geschrieben hast, ist das der völlig falsche Weg. Ferien sind zum Entspannen da! Um die Schule eben mal für ein paar Tage zu vergessen, sich mit Freunden zu treffen, lange Spaziergänge zu machen...
    Das soll jetzt nicht heißen, dass man in den Ferien überhaupt nichts für die Schule machen sollte, gerade in den letzten Jahren ist das ja doch wichtig geworden, aber man sollte es auch nicht übertreiben. Wir haben zwei Wochen Herbstferien. Können es uns leisten, dann etwas zu tun, wenn wir Lust dazu haben. Nicht jeder Tag muss voller Fleiß sein. Wir müssen nicht immer 100 % geben. Es reichen auch mal 80 %. Und das sagt dir eine geborenen Perfektionistin. ;-)
    Vor allem sind Ferien dazu da, dass man keinen Stress hat, sich keinen Druck macht. Und genau das müssen wir lernen.

    Ich drücke dir die Daumen für Chemie. Du schaffst das! :-)

    Liebste Grüße,
    Franzi

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    1. Hallo :)
      Biologie steht mir auch noch an, da wünsche ich Dir natürlich auch Viel Glück!
      Tausend Dank für deine Worte, sie haben mich wirklich aufgemuntert. :) ♥

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  3. Richtig, richtig toller Post!
    Mir gefällt deine Schreibweise total gut und auch die Bilder sind mega schön *-*
    Auch ich versuche immer öfter etwas mehr Achtsamkeit in meinen Alltag zu bringen, allerdings gelingt mir das meistens nur in kurzen Momenten oder an meinen geliebten Sonntagen.^^ Aber ich muss mich auch oft daran erinnern, dass man nicht jeden Gedanken und jede arbeit zu ernst nehmen sollte.

    GLG
    Miss Lilli :)

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    1. Vielen lieben Dank Lilly, dein Kommentar hat mich wirklich glücklich gemacht. :) ♥

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